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„Made in Europe“: In der Schweiz stärker geschätzt als im europäischen Durchschnitt

YouGov-Umfrage in 14 Ländern: Vertrauen in Router-Hersteller aus verschiedenen Regionen

  • Europäischen Routern wird in der Schweiz mit 65 % hohes Vertrauen entgegengebracht.
  • Knapp zwei von drei Befragten in der Schweiz messen dem Label „Made in Europe“ beim Router-Kauf Bedeutung bei.
  • 47 bzw. 44 % der Befragten in der Schweiz misstrauen chinesischen respektive US-amerikanischen Geräten.
  • 61 % misstrauen Routern russischer Hersteller.

Berlin | Der Router ist das Herzstück des digitalen Zuhauses und verbindet alle Geräte zu Hause mit dem Internet. Damit nimmt er eine zentrale Rolle für digitale Sicherheit, Datenschutz und die Stabilität der Heimvernetzung ein. Vor diesem Hintergrund hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov in einer repräsentativen Umfrage in 14 europäischen Ländern mit insgesamt 16.474 Teilnehmenden untersucht, wie Verbraucherinnen und Verbraucher die Vertrauenswürdigkeit europäischer und nicht europäischer Router-Hersteller einschätzen. Die Ergebnisse für die Schweiz offenbaren ein starkes Interesse an europäischen Routern und legen ein klares Misstrauen gegenüber chinesischen, russischen und US-amerikanischen Produkten offen. Den Befragten ist ausserdem oft nicht klar, wo ihre gekauften oder über den Internet-Provider bezogenen Geräte gefertigt werden.

Hohes Misstrauen in nicht europäische Router

Die Teilnehmenden in den 14 Ländern wurden befragt, wie sehr sie europäischen und nicht europäischen Router-Herstellern vertrauen oder misstrauen.

Die 1.025 Schweizer Befragten teilen die allgemein auf dem Kontinent verzeichnete kritische Grundhaltung: Das grösste Misstrauen gilt auch hierzulande russischen Herstellern (61 vs. 67 % europaweit), gefolgt von chinesischen (47 vs. 52 % europaweit) und US-amerikanischen Anbietern (44 vs. 38 % europaweit). Europäischen Router-Herstellern begegnen lediglich rund 13 % der Schweizer Befragten mit Skepsis (europaweit 10 %).

Unklare Herkunft von Router-Herstellern

Aus der Umfrage geht ebenfalls hervor, dass die Befragten oftmals keine Kenntnis darüber haben, woher die Router kommen. Auch in der Schweiz fehlt vielen Befragten das Wissen über die Herkunft ihrer Router. So ordnen hierzulande nur 19 % beispielsweise TP-Link korrekt als chinesischen Hersteller ein, während sogar 13 % das Unternehmen für europäisch halten – 46 % können die Frage gar nicht beantworten. Beim Anbieter Netgear verhält es sich europaweit ähnlich. Lediglich Marken wie Starlink und Huawei konnten signifikant häufiger den korrekten Herkunftsregionen zugeordnet werden.

FRITZ! kommt als grösster europäischer Hersteller auf eine korrekte Zuordnung bei knapp der Hälfte der Schweizer Befragten (48 %), ein deutlich höherer Wert als auf dem übrigen Kontinent (26 %) – Deutschland natürlich ausgenommen.

Interessant ist auch die wahrgenommene Herkunft der Router-Hersteller bei Geräten, die über einen Internet-Provider erworben oder gemietet werden können. Über alle europäischen Länder hinweg gehen Kunden grosser Provider überwiegend von europäischer Fertigung aus, unabhängig vom tatsächlichen Produktionsort. Ein ähnliches Bild zeigt sich in der Schweiz: Bei Schweizer Befragten mit Swisscom-Anschluss trifft dies auf 71 % zu, bei Sunrise auf 62 % und bei Quickline auf 35 %.

„Made in Europe“: Ein Label mit gestiegener Relevanz

Ob es sich um ein in Europa entwickeltes und gefertigtes Netzwerkgerät handelt, spielt für die befragten Schweizer Nutzerinnen und Nutzer laut Umfrage sogar eine bedeutendere Rolle als im europäischen Durchschnitt. Mit 64 % liegt das hiesige Ergebnis deutlich über dem europaweiten Schnitt von 55 % und erzielt damit den höchsten Wert aller 14 untersuchten Länder.

Zur Umfrage

Die Daten dieser Befragung basieren auf einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov in 14 europäischen Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Belgien, Vereinigtes Königreich, Spanien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Polen) im Auftrag von FRITZ!. Im April 2026 wurden insgesamt 16.474 Personen befragt. Die Erhebung wurde je Land nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschliessend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren des jeweiligen Landes.

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